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Transparenz

So entstehen faire Baupreise

Ein fair kalkulierter Preis für eine professionell ausgeführte Leistung. Wir möchten nachvollziehbar erklären, wie solche Preise entstehen.

Bei Bauleistungen besteht der Preis nicht nur aus dem Stundenlohn eines Mitarbeiters oder der Tagesmiete einer Maschine. Personalnebenkosten, Maschinen, Transport, Wartung, Werkzeug, Organisation, Versicherungen und betriebliche Risiken gehören ebenfalls zu einer professionell ausgeführten Leistung.

Wichtiger Hinweis

Alle nachfolgenden Zahlen sind vereinfachte Beispielrechnungen zur Veranschaulichung. Sie sind keine Angebote und keine verbindlichen Preisangaben.

Beispielrechnung– keine verbindliche Preisangabe

21 € Stundenlohn bedeutet nicht 21 € Unternehmenskosten

Beispielannahme: Erfahrener Facharbeiter, Bruttostundenlohn 21,00 €, 40-Stunden-Woche, durchschnittlich ca. 173,3 bezahlte Stunden pro Monat.

  • Bruttostundenlohn: 21,00 €
  • Bruttolohn pro Monat: ca. 3.640 €
  • Bruttolohn pro Jahr: ca. 43.680 €

SOKA-BAU-Beitrag: Es gilt der jeweils aktuell gültige Beitragssatz. Dieser wird hier bewusst nicht als dauerhaft statischer Wert hinterlegt, da er sich ändern kann.

Zusätzlich entstehen unter anderem:

  • Arbeitgeberanteile Sozialversicherung
  • Berufsgenossenschaft und Umlagen
  • SOKA-BAU
  • Lohnbuchhaltung
  • Arbeitskleidung & persönliche Schutzausrüstung
  • Werkzeug, Fahrzeuge, Versicherungen, Verwaltung
  • Ausfallzeiten & betriebliche Risiken

Ein Mitarbeiter kann nicht jede bezahlte Stunde des Jahres beim Kunden produktiv abrechnen.

52 Wochen × 40 Stunden = 2.080 Stunden theoretische Jahresarbeitszeit. Davon können beispielsweise entfallen:

  • 30 Urlaubstage = 240 Stunden
  • 5 Krankheitstage = 40 Stunden
  • 2 Wochen Auftragsflaute = 80 Stunden

Damit bleiben in dieser vereinfachten Beispielrechnung ungefähr 1.720 produktiv nutzbare Stunden.

„Der Stundenverrechnungssatz eines Bauunternehmens ist nicht mit dem Bruttostundenlohn des Mitarbeiters vergleichbar.“

Was ist SOKA-BAU?

In der Bauwirtschaft existiert ein branchenweites Sozialkassenverfahren. Darüber werden unter anderem tarifliche Urlaubsansprüche gewerblicher Arbeitnehmer abgesichert.

Ein Vorteil für Arbeitnehmer: Erworbene Urlaubsansprüche können unter den entsprechenden Voraussetzungen innerhalb der Bauwirtschaft bei einem Arbeitgeberwechsel berücksichtigt bzw. übertragen werden. Der Arbeitgeber führt dafür entsprechende Beiträge ab.

Aktuelle Beitragssätze werden hier bewusst nicht als dauerhaft statischer Wert hinterlegt, da sie sich ändern können. Dies ist keine Rechtsberatung.

Beispielrechnung– keine verbindliche Preisangabe

Der Bagger kostet doch nur 100 € am Tag?

Der reine Mietpreis einer Baumaschine ist nicht mit dem Preis einer vollständig ausgeführten Bauleistung vergleichbar.

Musterrechnung:

  • Maschinenmiete / Abschreibung: 100 €
  • An- und Abtransport: 150 €
  • Facharbeiter: 8 Stunden × kalkulatorische Vollkosten
  • zweiter Mitarbeiter: 8 Stunden × kalkulatorische Vollkosten
  • Transporter: 80 €
  • Kraftstoff / Betriebsstoffe: 50 €
  • Werkzeug / Kleingeräte: 30 €
  • Wartungs- / Verschleißanteil: 50 €

Zusätzlich trägt ein Bauunternehmen unter anderem Kosten und Verantwortung für Wartung, Reparaturen, Verschleiß, Betriebsstoffe, Maschinenlogistik, fachgerechte Bedienung, Organisation, Arbeitsschutz, Versicherungen, Ausfallrisiken und unvorhergesehene Ereignisse.

Beispiel: Ein Hydraulikschlauch kann beschädigt werden oder ausfallen. Neben Reparatur und Betriebsstoffen können dadurch weitere Maßnahmen notwendig werden. Ob eine Versicherung im Einzelfall zahlt, hängt immer vom konkreten Vertrag und Schaden ab – keine pauschale Aussage.

„Sie bezahlen nicht nur die Maschine. Sie bezahlen eine organisierte und professionell ausgeführte Leistung.“

Selber machen oder Fachfirma?

Selber machen kann günstiger sein. Wer Maschinen selbst mietet, Material selbst bestellt und Arbeiten selbst ausführt, kann Arbeitskosten sparen. Gleichzeitig übernimmt der Auftraggeber dann selbst:

  • Organisation, Maschinenmiete, Transport, Bedienung
  • Zeitaufwand, Ausfallrisiko, Materialbeschaffung
  • Verantwortung für die eigene Ausführung

Eine Fachfirma übernimmt dagegen eine vollständig kalkulierte Leistung. Wir argumentieren nicht mit Angst, sondern zeigen sachlich, welche Leistungen und Risiken im professionellen Angebot berücksichtigt sind.

Beispielrechnung– keine verbindliche Preisangabe

Warum kostet ein Pflasterstein bei uns mehr als beim Händler?

Materialpreis beim Lieferanten: 22 €/m². Verkaufspreis im Angebot beispielsweise: 32 €/m².

Der Verkaufspreis kann zusätzlich enthalten:

  • Verschnitt / Materialreserve
  • Beschaffung, Transport, Be- und Entladung, Handling
  • Entsorgung unverwertbarer Materialreste
  • unternehmerischen Materialaufschlag
  • Beschaffungs- und Preisrisiko

Beispielrechnung: 100 m² fertige Pflasterfläche.

Bei beispielsweise 5 % Materialreserve: 105 m² × 22 € = 2.310 €

zuzüglich beispielsweise:

  • Transport: 350 €
  • Beschaffung / Handling: 150 €
  • Entsorgung / Reste: 100 €
  • kalkulatorischer Materialaufschlag / Risiko: 290 €

Gesamt: 3.200 € – entspricht 32 €/m² bezogen auf 100 m² fertige Fläche.

„22 € Einkaufspreis bedeuten nicht automatisch 10 € Gewinn bei einem Verkaufspreis von 32 €.“

Klare Angebote statt unnötiger Kleinstpositionen

Wir versuchen, unsere Angebote verständlich und übersichtlich zu halten. Wenn beispielsweise Material geliefert wird, können Beschaffung, üblicher Verschnitt, Transport oder weitere kalkulatorische Bestandteile bereits in einer zusammengefassten Position berücksichtigt sein.

Dadurch muss ein Angebot nicht aus zahlreichen kleinen Einzelpositionen bestehen. Trotzdem muss der Leistungsumfang klar und nachvollziehbar beschrieben sein.

Sie benötigen eine Baugrube?

So läuft eine Anfrage bei der Henneke Group Schritt für Schritt ab.

  1. 01

    Schritt 01 – Projektdaten

    Der Kunde übermittelt Länge, Breite, Tiefe, Baustellenadresse/Ort, Zufahrtsbreite, Zugänglichkeit, vorhandene Pläne, Fotos, bekannte Leitungen und vorhandene Bodenuntersuchungen/Analysen.

  2. 02

    Schritt 02 – Boden

    Boden kann nicht unabhängig von seiner Beschaffenheit und möglichen Belastungen pauschal entsorgt werden. Untersuchung, Einstufung, Verwertungs- bzw. Entsorgungsweg, Transportentfernung und Annahmestelle können den Preis erheblich beeinflussen. Historische Bezeichnungen (z. B. Z0/Z1/Z2) werden heute je nach Anwendungsbereich durch aktuelle gesetzliche Materialklassen und Regelwerke abgelöst. Bei Bedarf ist eine Deklarationsanalytik bzw. geeignete Bodenuntersuchung erforderlich.

  3. 03

    Schritt 03 – Menge

    Beispiel: 10 m × 8 m × 2,5 m = 200 m³ geometrisches Aushubvolumen. Das geometrische Volumen ist nicht automatisch Transportvolumen oder Gewicht – Bodenart, Dichte und Auflockerung beeinflussen die tatsächlichen Transportmengen.

  4. 04

    Schritt 04 – Transport & Entsorgung

    Transport, Container, Annahmestelle, Materialklasse, Entfernung und Menge werden kalkuliert.

  5. 05

    Schritt 05 – Angebot

    Nach Prüfung der Angaben erhält der Kunde ein individuelles Angebot.

BAUGRUBE ANFRAGEN

Warum kann ein halbvoller Container trotzdem als Einheit berechnet werden?

Bei einem Container entstehen nicht ausschließlich Kosten für den Inhalt. Unter anderem können anfallen:

  • Containerbereitstellung, Anfahrt, Abholung
  • Fahrzeug, Fahrer, Kraftstoff, Maut
  • Stand- / Bereitstellungskosten
  • Entsorgungs- bzw. Verwertungskosten

Deshalb können Container je nach Anbieter und Vereinbarung als komplette Einheit bzw. nach Mindestmengen berechnet werden. Ob ein Container stets vollständig berechnet wird, hängt vom jeweiligen Entsorger und Vertrag ab – keine pauschale Aussage.